Der Weg des Wing Tsun: Grundlagen des Erlernens

Das Erlernen von Wing Tsun ist eine Reise die Geduld, Hingabe und kontinuierliche Praxis erfordert. Zu Beginn der Wing Tsun Ausbildung liegt der Fokus auf den Grundlagen. Schüler lernen die grundlegenden Prinzipien und Bewegungen und die ist abhängig vom Verständnis der Anfangsidee. Die richtige Theorie ist dabei entscheidend. Körperlich macht man da nicht viel. Will heißen, dass im Kopf etwas entstehen soll. Deshalb auch der Name der ersten Form „Anfangsidee – Siu Lim Tau“.

Ein wichtiger Bestandteil des Wing Tsun Trainings ist das konzentrierte Üben von Bewegungen inklusive der richtigen Gedanken hinter den Bewegungen, soll heißen man sollte wissen was man mit welcher Bewegung erreichen will, wenn man die erste Form übt. 

Ein fataler Fehler wäre es zum Beispiel die Bewegungen Anwendungen zu interpretieren. Diese Art von Theorie ist im Wing Tsun einfach falsch und führt zu einem anderen Ergebnis. Die Besonderheit dieser Kampfkunst besteht ja gerade darin reflexartig die richtige Technik auszuführen, anstatt ein Repertoire an festen Techniken zu lernen. Ein Beispiel zum verdeutlichen: Eine der besten Kampfsysteme der Welt braucht keine spezielle Abwehr gegen Haken / Schwinger, also eine Abwehr für einen Angriff den jeder Laie mehr oder weniger gut schlagen kann. Als unltimative Antwort sieht man da oft Tan Sau kombiniert mit Fauststoss und übersieht dabei die Nachteile.

Sobald die erste Form relativ gut ist und sich der Ellenbogen entsprechend entwickelt, beginnt man mit Daan Chi (traditionelle, einarmige Partnerübung), welches eine Vorstufe zum Poonsao (beidarmige Partnerübung) ist, sowie einigen Koordinationsübungen. Die nächste Stufe ist das Poonsao. Am Anfang ist die richtige Ausführung der Bewegungen das wichtigste. Ist alles korrekt kommt man zum eigentlichen Sinn und Zweck der Übung, dem Kraftaustausch. Zum Poonsao gehört auch das fließende Wechseln, ohne den Kraftaustausch zu verlieren. Mit regelmäßigen Training von 6-8 Stunden pro Woche sollte es nicht länger als 3-4 Monate dauern.

Sobald die Entwicklung des Schülers gut ist und der Ellenbogen sich in die richtige Richtung entwickelt beginnt der Schüler mit dem Training am Schlagpolster, damit auch impulsartige Kraft auf die Kraftlinie einwirkt. Durch den Wandsack erhält der Körper eine Rückmeldung, die die Schlagkraft deutlich verbessert.

Wenn man es bis hierher geschafft hat, dann hat man die Basis gelegt. Ab jetzt wird es richtig interessant und es geht erst richtig los. Die nächste Station wäre die zweite Form, das Chi Sao und die Holzpuppe.

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